Ein Kontakt kommentierte das unter einem meiner letzten Posts, und es hat mich zum Nachdenken gebracht. Die Kirsche: Sie ist sichtbar, glänzt und zieht Aufmerksamkeit auf sich.
Aber je nach Perspektive steht diese Kirsche für etwas völlig anderes:
/ Für das Sales-Team: Eine Pipeline voller qualifizierter Leads, kürzere Sales Cycles und endlich erreichte Umsatzziele.
/ Für die Zielgruppe: Eine Marke, ein Produkt oder eine Leistung, die sie wirklich versteht und ein echtes Problem löst.
/ Für die Geschäftsführung: Nachhaltige Kommunikation, planbares Wachstum, die Fähigkeit, vorauszudenken.
/ Für das Marketingteam: Die sichtbare Manifestation der eigenen Arbeit, wenn man so will.
Aber die Realität von Go-To-Market ist: Diese Kirsche erscheint nicht einfach magisch. Sie braucht ein massives, stabiles Fundament darunter, das sie trägt.
In diesem Sinne ist "Werbung" im wahrsten Sinne die Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs. Oder weißen Hais?
Sie funktioniert nur, wenn die Schwerstarbeit — das "unter Wasser" liegende Marketing — bereits erledigt ist. Dinge wie: Marktforschung. Wettbewerbsanalyse. Produktentwicklung. Positionierung. Segmentierung. Preisstrategie. Media-Auswahl. Ein Post-Launch-Feedback-Loop. Sie wissen, was gemeint ist.
Wenn man diese 90 % strategischer Vorarbeit überspringt, hat die glänzende Werbekampagne nichts, worauf sie stehen kann. Zwei Szenarien:
(A) Sie funktioniert nicht. Grillenzirpen. Aber ... warum?
(B) Sie funktioniert. Dann besteht das Risiko, dass man den Erfolg nicht wiederholen kann, weil er nicht in einem stringenten Prozess verankert war.
Wenn Sie also das nächste Mal eine brillante, performante, erinnerungswürdige Kampagne sehen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ziemlich viel "unsichtbare Strategie" dahintersteckt.
Welchen kritischen "Unterwasser"-Marketing-Schritt würden Sie niemals überspringen?